Nicht wenige
Hundehalter tragen sich früher oder später mit dem Gedanken, einen weiteren
Hund zu den bereits vorhandenen bei sich aufzunehmen. Wie diese Integration
auch bei erwachsenen Hunden und nicht nur bei Welpen möglich und erfolgreich
ist, selbst wenn nicht nur ein Hund, sondern bereits eine ganze Hundegruppe in
der Familie lebt, soll mit dem Buch „hundereich“ gezeigt werden. Denn auch
wenn die Mehrhundehaltung als die artgerechteste Haltungsform zu betrachten
ist, ist es nicht ausreichend, einfach nur mehrere, willkürlich ausgewählte
Hunde zusammen zu bringen und zu hoffen, dass sie sich in irgendeiner Form
arrangieren. Die Zusammenstellung einer vierbeinigen Lebensgemeinschaft
erfordert eine gehörige Portion Erfahrung, Einfühlungsvermögen und eine
realistische Einschätzung für das Erreichbare.
Der Schwerpunkt wird in diesem Bericht auf die Integration eines erwachsenen
Tieres gelegt, da immer wieder die Vermittlung von adulten Hunden aus dem
Tierheim daran scheitert, dass Erfahrungen mit der Integration von Hunden in
eine bestehende Hundegruppe fehlen. Entweder wird vorschnell von dem Gedanken
einer Adoption eines weiteren Hundes Abstand genommen, obwohl Aussicht auf
Erfolg besteht, selbst wenn die Hunde auf fremde Artgenossen zunächst nicht
ganz so gut zu sprechen sind. Oder aber die Integration wird versucht und
scheitert aufgrund fehlender Erfahrung. Oft fehlen letztendlich einfach nur
Hinweise, wie der oder die bereits vorhandenen Hunde auf das neue
Familienmitglied vorbereitet und wie sie erfolgreich zusammengeführt werden
können.
Ein wichtiger
Punkt vor der eigentlichen Übernahme eines neuen Hundes ist die realistische
Abwägung, ob die Adoption zum jetzigen Zeitpunkt mit den vorhandenen Tieren
überhaupt sinnvoll ist. Die Einschätzung erfolgt anhand von grundsätzlichen
Überlegungen zur Mehrhundehaltung und eines kommentierten Fragekataloges. Mit
deren bzw. dessen Hilfe kann herausgefunden werden, ob die Aufnahme eines
weiteren Tieres nicht nur eine spontane Idee ist, die aus unterschiedlichen
Gründen zum Scheitern verurteilt sein wird oder ob ein ernsthaftes Interesse,
die nötige Zeit und Kompetenz dahinter stehen.
Hat man alle Für und Wider abgewogen und ist zu dem Schluss gekommen, dass es
für einen selber, die bereits vorhandenen Hunde und für den Neuankömmling eine
Bereicherung ist, in die Familie integriert zu werden, bieten die aufgeführten
Tipps und Erläuterungen eine Hilfestellung. Natürlich gibt es aufgrund der
Einzigartigkeit jedes einzelnen Hundes und der individuellen Situation keine
pauschale Lösung oder ein Patentrezept. Die beschriebene Vorgehensweise zeigt
auf, wie sich die Hunde in einem möglichst spannungsfreien und positiv
gestalteten Umfeld kennenlernen können. Von Anfang an können potentielle
Konflikte und Aggressionen erkannt und vermieden werden, anstelle sie
eventuell sogar unbewusst zu schüren.
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208 Seiten mit zahlreichen vierfarbigen
Fotos, ISBN 3-936188-25-4 |
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