Viele Interessenten werden bereits im Vorfeld von der Adoption eines Herdenschutzhundes abgeschreckt. Der Grund mag einerseits sicherlich in den Rasseeigenheiten liegen, andererseits werden aber oft genug geeignete Interessenten durch Horrormärchen diverser unseriöser Züchter und vermeintlicher Experten abgeschreckt, die ihnen einreden wollen, dass diese Hunde mit drei Jahren zu unbezwingbaren Monstern heranwachsen, sich von unten nach oben durchbeißen, und - nicht zu vergessen! - dass bei ihnen sehr wahrscheinlich ein Wolf mit eingekreuzt ist (dies ist nicht als Lachnummer zu verstehen, diese Äußerungen gibt es tatsächlich!). Natürlich treffen diese Attribute auf einen Welpen aus der eigenen "Zucht" nicht zu....


Foto © by Regina Löwenstein, Deutschland

Wir wollen beileibe keinem Interessenten weis machen, dass es immer einfach ist, mit einem Herdenschutzhund von Anfang an reibungslos zusammen zu leben. Aber stimmen die Grundvoraussetzungen, spricht nichts dagegen. Und gerade bei bereits erwachsenen Tieren lassen sich die individuellen Eigenarten und ihre Ausprägung besser erkennen und einordnen als bei einem Welpen, der dafür unbestritten "formbarer" ist.

Auch das Vorurteil, dass erwachsene und ältere Tiere, die bisher ihr Leben in einem Zwinger verbringen mussten, sich nicht in eine häusliche Gemeinschaft integrieren lassen, ist nicht tragbar. Kennen diese Hunde erst einmal den "Luxus" einer Hausgemeinschaft, so wollen sie ihn sehr bald nicht mehr missen. Selbst die Stubenreinheit ist bei den ehemaligen Zwingerhunden kaum bis gar nicht der Rede wert, wenn dem neuen Familienmitglied zu Anfang häufiger die Möglichkeit gegeben wird, sich rechtzeitig zu lösen.

Mittlerweile haben wir schon viele Herdenschutzhunde an hundeerfahrene Familien vermittelt - es hat bis auf einige wenige Ausnahmen allen Unkenrufen zum Trotz hervorragend funktioniert.


Foto © by Ursula Gericke , Deutschland


Zur Vermittlung stehende HSH